Mittwoch, 5. Dezember 2018

Ein Beginn eines Stücks.



Personen: 3 Männer



Ferdinand
Konstantin
Benjamin


Wir sehen in einem CLOSE UP auf die friedlichen Straßen. In einer stillen Siedlung, die Häuser alle hellgoldrutengelb gestrichen, sofern man sich dies, wie all die Siedlungswohnenden, einzureden versucht und den Farbton nicht als grau-braun interpretiert, waren es, ohne dem Stück zu viel seiner Spannung nehmen zu wollen, drei Männer, die, ohne jegliche Vorsorge getroffen zu haben, im Haus in Reihe 2, der vielen, ins sichtlich Unnennbare laufenden Straßen, Nummer 3, der abermals hellgoldrutengelb gestrichenen Häuser, im höchsten Stock Nummer 14, für 666 Sekunden, einen Moment zu verweilen beliebten. SCHNITT AUF die drei Männer. TOTALE danach CLOSE UP. Konstantin, wie ein Wald groß und bewachsen mit schwingendem Wipfel und überragender Krone, war von seinem Bruder, dessen anliegen seit Anbeginn nur verschleiß war, vor Jahren schon um sein Erbe, des seit Generationen im Besitz liegenden Familienunternehmens, entbunden worden. Ferdinand als Vater immer bemüht um seinen dreijährigen Sohn, vermochte es nicht seine Frau zu halten, die abrutschte, und entfernt entschwand. Benjamin der wohl Jüngste, doch vom Aussehen kaum zu unterscheiden von den Übrigen, - ohnehin sind alle drei kaum voneinander zu unterscheiden, so mag es für den ein oder anderen Unwissenden, schlecht Sehend- oder Hörenden, schon schwer sein, die Geschlechtlichkeit differenziell zu betrachten - ging bereits im frühen Alter schon andere Wege, da er, trotz seines beliebigen Aussehens, mit einer einnehmenden, und allen auf ihn treffenden Menschen, Fragen aufwerfenden Aura, umhüllend beschenkt wurde.


Es beginnt


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