Samstag, 8. Juli 2017

Wo ich stehe und was gerade in meinem Leben passiert

Hey Leute,

lange habe ich keinen Wortfetzen mehr von mir verlauten lassen, umso höher die Dringlichkeit sich mal wieder bei euch zu melden. Der Juni endet und schon mehr als ein Jahr nach meinem Abitur ist vergangen. Viel in dieser Zeit passiert. Gerade wohne ich in meiner sechsten Wohnung in Berlin und bin immer noch von Wohnung zu Wohnung unterwegs, wobei ich mir sicher bin diese Odyssee bald beenden zu können.

Wie sie sich beenden wird, das kann ich jedoch noch nicht einschätzen. Doch bevor ich über die Zukunft und deren Geschehnisse ins Grübeln gerate, möchte ich euch von meiner aktuellen Arbeit erzählen.

Immer noch bin ich an der privaten Schauspielschule in Berlin. Derzeit im zweiten Semester, die Zeit verging schneller als erwartet. Und immer wieder, wenn ich zurück blicke, muss ich mir eingestehen, dass es nie mein Plan war dort zu studieren. Dass ich einfach nur zum Üben für staatliche Schulen, bereits einmal vorgesprochen haben wollte. Ich wusste um die Diversität und Problematik privater Schauspielschulen. Ich meinte, nicht an eine solche gehen zu wollen. Desgleichen wusste ich auch nicht, dass jeder bei einem Vorsprechen genommen wird, wie es sich auch im Folgesemester herausstellte.

--> Wie ich derweil auch herausfand, wurde ein Kollege den ich von seiner privaten Persönlichkeit sehr schätze, genommen, ohne überhaupt einen Monolog vorbereitet zu haben. Eine Unmöglichkeit in meinen Augen und ein Armutszeugnis der Schauspielschule.

Und wieder fühlte ich mich nach Berlin so hineingezogen. So, als wäre das doch eigentlich gar nicht meines.

- - - Update vom 07.07.17

Gestern fand unsere Dinière des ersten Vorspieles statt. Dreimal haben wir aufgeführt und ebenso dreimal sehr viel Spiellust bei jeder einzelnen Aufführung gehabt.




Es war Antigone. Nicht von Sophokles, sondern von Jean Anouilh. Momentan bin ich bereits in meiner nächsten Produktion. "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller.




In den Ferien die bald beginnen werden, habe ich außerdem vor in meiner Heimatstadt mit ein paar guten Kollegen ein kleines Projekt zu starten. Wohin genau diese Reise geht, was wir erstellen werden und welche Formen das annehmen wird, ist noch nicht festgelegt. Alles aus der Lust am Spiel.





Noch eine gute Zeit euch!