Donnerstag, 12. Januar 2017

Das Buch der Erkenntnis #3 - Ein Schauspiel Ausbildungstagebuch

Guten Abend Ihr,

heute mal wieder ein (vielleicht etwas kleinerer Beitrag) zu Grundlagen Schauspiel. Besonders, weil ich heute die Ehre habe das wahre Buch der Erkenntnisse zu führen.


Zu Beginn des Unterrichts vertieften wir noch einmal mit einem kleinen "Tennisball weitergeben - Spiel", den Text des gelernten Gedichts.


Hei, dies Schneegestöber bläst den Teufel wach
Er schlägt mit weißen Nägeln in das Hüttendach

Mir kann das nur recht sein
Schnee fegt fort den Schmerz

Schlägt mit weißen Nägeln
glücklich Herz an Herz



Diesen Text brauchten wir im kommenden Verlauf der Stunde noch. Dazu jedoch später mehr. Als nächstes sollten wir mit dem Konkreten Vorwand durch den Raum laufen einen konkreten Vorsatz anzuwenden und jemanden Konsequent etwas zu sagen. Während wir gingen, sollten wir langsam und von unserem Tempo bestimmt, Zweifel an diesem Gedanken finden. Aus dem Zweifel der Entscheidung, sollte Selbstzweifel werden. Wieso schaffe ich es nicht? Wieso kann ich meinen Vorsatz nicht Konsequent umsetzen, etc.

Bei mir staute sich schnell extrem viel Wut und Frust, den ich in diesem Moment nicht hinauslassen konnte, weil ich nicht wusste wie ich mich in der Situation der Übung verhalten soll. Besonders konnte ich an diesem Punkt nicht weiterarbeiten, weil es keine Steigerung des Zustands und keine Veränderung meines Gedankens mehr gab. Entweder hätte ich die Wut in einem Anfall von Tobsucht herauslassen-, oder in Tränen über die Unfähigkeit ausbrechen müssen. So verharrte der Zustand im Gehen und konnte nicht weiterentwickelt werden. 

Danach befanden wir uns in einem Wald aus Glas. Das so zerbrechlich war, dass damit besonders sensibel umgegangen werden musste. Auf dem Weg durch den Wald trafen wir verschiedene Personen. Einerseits sahen wir uns in ihnen, andererseits fühlten sie sich fremd an. Und als wir sie versuchten durch Beobachtungen kennen zu lernen, entrann uns die gewonnen Bekanntheit wieder.

Auch interessant waren die Einzelarbeiten, bei denen wir das oben genannte Gedicht einbauen mussten. Wir sollten eine konkrete Aufgabenstellung weiter ausbauen. Meine Aufgabe war: "Es juckt dir in der Nase. Das Gefühl endet nicht und wird immer schlimmer."

Soo.. und das war es eigentlich auch schon wieder. Habe heute keine große Lust auf Selbstreflexion. Ich schreibe gerade das Skript für den Einstand der Schauspielschule und da heute alles super geklappt hat. Besonders meine letzte Einzelaufgabe. "Gönne" ich mir jetzt mal Schlaf. Morgen habe ich ein langes (8 Stunden) Coaching auf meiner Arbeit (Nebenjob) und das wird.. Oh man -_-

Gute Nacht und bis bald,
Flo

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