Donnerstag, 13. Oktober 2016

Wie der Herbst in Berlin mein Leben verändert

Der Herbst ist in ganz Deutschland eingekehrt und wir werden ruhiger. Die Natur wird ruhiger und lässt goldene Blätter fallen. Doch mehr als nur Ruhe, verströmt der Herbst eine Art Frieden. Ein mildes Wetter, mit Sonnenstrahlen sowie Regentagen. Halbwegs bewölkt und im nächsten Moment etwas wärmer mutet er an. Es ist die Zeit in der wir wieder zu uns finden. Doch anders als viele glauben, es ginge etwas zu Ende, und den lauen Sommertagen nachtrauern, glaube ich es ist der Anbeginn von vielem Großen. Oft heißt es der Frühling bringe ein neues Jahr mit sich, die Blütezeit und eine farbenfrohe Natur. Das stimmt auch. Doch bevor etwas aufblühen kann, muss es erst wachsen und das braucht, wie wir alle wissen, viel Zeit. Ist der Winter eine Art Tiefschlaf und das Auftanken von neuer Kraft um im Frühling mit Energie sprießen zu können. So stellt der Sommer für mich das Ende des Jahres dar. Indem im Spätsommer die letzte Kraft verwendet wird um die letzten heißen Tage aufweisen zu können. Der Herbst ist die Mitte. Ein Ruhepol.

Doch warum erzähle ich euch all meine Gedanken über die Jahreszeiten? Ich war vor wenigen Tagen (Ende September - Anfang Oktober) für zwei Tage in Berlin. Eine für mich unvergessliche Zeit. Nicht weil Berlin, Berlin ist und ich als Touri mir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angeschaut habe, sondern weil es ein Besuch war, der mir im Hinblick auf meine Zukunft neue Türen öffnen konnte. War ich vor sechs Wochen für eine längere Zeit in Berlin, was nicht viel ertrag brachte, war jener Aufenthalt nur die Vorbereitung für eine kurze Anreise, bei der es das damals gesäte zu ernten gab. Ich war vor sechs Wochen teilweise von meinem Besuch ein wenig niedergeschlagen, hatte mir mehr erhofft und ging mit gemischten Gefühlen in meine Kleinstadt zurück. Doch hätte es diesen Aufenthalt nie gegeben, wäre dieses Wochenende nie zu Stande gekommen. Gleich nach dem hedonistischen Kalkül musste ich Schmerz erfahren, um Freude gewinnen zu können.

Doch was passierte, das mich zu diesen Worten verleitet? Ich hatte mein erstes Vorsprechen in Berlin an einer privaten Schauspielschule (Ja, es war noch keine Staatliche - die kommen erst noch) und es war ein Erfolg! Ab November werde ich dort Schauspiel studieren. Die Mitstudenten sind toll, die Dozenten auch klasse und im Gesamten ist es ein Gewinn an Erfahrungen, wenn auch nicht mein Ziel. Doch wann können wir schon von uns behaupten am Ziel angelangt sein.

- - - Updated - - -  Dieser Post ist in dieser Form schon eine Woche alt. Ich möchte nicht weiterschreiben, weil er meine Gefühle und Emotionen, meine Gedanken und Strukturen in diesem Moment festhält. Es ist nicht die Zeit, um all dies mit neuen Emotionen zu verderben. Am Freitag geht es wieder nach Berlin und ich habe dort einen tollen Menschen kennengelernt, weswegen es mich noch mehr freut wieder nach Berlin auf Wohnungssuche zu gehen.

Die letzten Zeilen möchte ich nutzen um noch einen kleinen Musiktipp zu geben: Lina Maly mag die Grenze zwischen Romantik und Kitsch zwar an manchen Stellen überschreiten und ist ihre Melancholie und Freude kein Vergleich zu Anna Depenbuschs Dramen und Mia Diekows Verspieltheit, doch einen Blick ist sie allemal wert.

Und damit verlässt dieser Blogeintrag seine Werkstatt und macht sich breit unter den Lesern, viel spaß damit und ein paar ruhige Momente, so wie ich sie heute erleben durfte.

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